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Häufig gestellte Fragen

Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Zwar eine häufig gestellte Frage, aber irgendwie gibt’s darauf keine vernünftige Antwort. Ich versuche es trotzdem: In meinen Geschichten gibt es Elemente, die mehr oder weniger mal in meinem Leben „vorbeigerauscht“ sind, z. B. Gespräche, die ich mitbekomme (und ich gebe zu, ich lausche gerne), die dann in meinen Büchern als Dialoge verwendet werden. Und manchmal spinne ich das alles aus und durch die Gespräche entstehen in meinem Kopf dann Charaktere und daraus wieder Konflikte … So sind einige Leute, die mal neben mir in der U-Bahn saßen oder im Café, später von mir aufs Papier gebracht worden.

Wie lange arbeiten Sie an einem Buch?

Unterschiedlich, aber im Durchschnitt (mit Recherche und späteren Überarbeitungen) etwa zehn Monate.

Identifizieren Sie sich mit Ihren Hauptfiguren?

Ein kleines bisschen von mir ist wahrscheinlich in jeder Hauptfigur.

Lassen Sie die Handlung sich auf dem Papier entwickeln oder haben Sie sie schon im Kopf, wenn Sie anfangen?

Wenn ich ein neues Manuskript anfange, habe ich die gesamte Geschichte (manchmal auch ganze Dialoge) schon im Kopf. Ich brauche sie sozusagen „nur“ noch aufzuschreiben. Dieser Prozess des Geschichtenformens zieht sich manchmal über 1 bis 2 Jahre hin. Erst wenn das bestimmte Gefühl da ist, das mir sagt, „es ist soweit – die Geschichte ist komplett“, fange ich mit dem Manuskript an.

Was ist Ihre Inspiration?

Wer auf Inspiration wartet, schafft vielleicht zwei Bücher in fünfzig Jahren. Was viel wichtiger ist als Inspiration, sind Zeit und ein störungsfreier Arbeitsplatz. Ich persönlich arbeite gerne mit Musik im Hintergrund.

Kann man Schreiben lernen?

Nein, wenn man kein Talent hat. Ja, wenn man sich gut ausdrücken und bildhaft erzählen kann, eine gewisse Lebenserfahrung hat und eben die notwendige Begabung. In Europa ist man teilweise immer noch der Meinung, dass man Schreiben nicht lernen kann. Ich denke jedoch, dass man sich durchaus weiterentwickeln und weiterbilden kann. Schreiben ist eben auch Handwerk und es gibt Elemente in dieser Kunst, die funktionieren oder eben auch nicht. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass angehende Autorinnen und Autoren meist ihre Stärken und Schwächen haben. Hier ist es wichtig, die Stärken auszubauen und sich der Schwächen erst einmal bewusst zu werden, um daran zu arbeiten. Wer bereit ist, viel Zeit zu investieren, ist auf dem besten Weg.

Was sind die wichtigsten Fähigkeiten eines Schriftstellers?

Schreiben können (und sich stets weiterbilden), Menschenkenntnis, Empathie, Geduld, Leidensfähigkeit (Stichwort: Absagen), Disziplin, keine Angst vor Isolation (und man verbringt sehr, sehr viele Stunden einsam und alleine am Schreibtisch) – und die richtige Mischung aus Bescheidenheit und Größenwahn.

Ranka Keser

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